Arsch


Arsch

* * *

Arsch [arʃ], der; -[e]s, Ärsche ['ɛrʃə] (derb):
1. Gesäß:
auf den Arsch fallen; jmdm. in den Arsch treten.
2. Trottel, Dummkopf (Schimpfwort): dieser Arsch hat mir alles verdorben!

* * *

Ạrsch 〈m. 1u; umg.; derbGesäß, Popo, Hintern ● leck mich am \Arsch! 〈derb〉 (Ausdruck der Verachtung, Ablehnung); sich den \Arsch aufreißen 〈derb〉 sich für eine Aufgabe völlig verausgaben; du kannst mich mal am \Arsch lecken 〈derb〉; am \Arsch der Welt 〈derb〉 sehr weit abgelegen, weit entfernt; sie wohnen am \Arsch der Welt; jmdm. in den \Arsch kriechen 〈derb〉 jmdm. unterwürfig, kriecherisch ergeben sein; jmdm. in den \Arsch treten 〈derb〉 jmdn. gehörig antreiben; das Gerät ist im \Arsch 〈derb〉 das Gerät ist kaputt, unbrauchbar [<ahd. ars, engl. arse <germ. *arsa-z <idg. *orso-s]

* * *

Ạrsch , der; -[e]s, Ärsche [mhd., ahd. ars, urspr. wohl = Erhebung; vorstehender Körperteil] (derb):
1. Gesäß:
ein fetter A.;
auf den A. fallen;
jmdm. in den A. treten;
jmdm. geht der A. auf/mit Grundeis (derb; jmd. hat große Angst; Grundeis ist die unterste Eisschicht auf dem Boden von Gewässern, die bei Tauwetter polternd losbricht; jmdm., der große Angst hat, rumort es in den Eingeweiden wie in einem Fluss, der mit Grundeis geht);
den A. offen haben (derb; nicht recht bei Verstand sein);
den A. zukneifen (derb; sterben);
sich <Dativ> den A. abfrieren (derb; sehr frieren);
einen kalten A. kriegen (derb; sterben);
einen kalten A. haben (derb; tot, gestorben sein);
sich <Dativ> den A. aufreißen (derb; sich sehr anstrengen);
jmdm. den A. aufreißen (derb; jmdn. hart herannehmen, drillen);
jmdn. am A. haben/kriegen (derb: 1. jmdn. zu etw. weniger Angenehmem heranziehen. 2. jmdn. zur Rechenschaft ziehen, eines Vergehens überführen);
am A. der Welt (derb; am Ende der Welt, sehr abgelegen: sie wohnt am A. der Welt);
leck mich am A.! (derb; lass mich in Ruhe!);
sich <Dativ> etw. am A. abfingern können (derb; sich etw. denken können);
sich auf den A. setzen (derb: 1. fleißig lernen, arbeiten. 2. aufs Gesäß fallen. 3. völlig überrascht sein);
jmdm. in den A. kriechen (derb; sich in würdeloser Form unterwürfig-schmeichlerisch einem anderen gegenüber zeigen);
sich in den A. beißen [können] (derb; sich sehr ärgern);
in den A. gehen (derb; danebengehen, misslingen: die Sache ist in den A. gegangen);
im/am A. sein (derb; verdorben, zerstört, vernichtet sein: das Auto ist im A.)
2. (oft als Schimpfwort) Trottel, Dummkopf:
dieser A. hat mir alles vermasselt;
du feiger A. mit Ohren!

* * *

Ạrsch, der; -[e]s, Ärsche [mhd., ahd. ars, urspr. wohl = Erhebung; vorstehender Körperteil] (derb): 1. Gesäß: ein fetter A.; auf den A. fallen; jmdm. in den A. treten; Die Offiziere haben sich natürlich in einem Wärmezelt den A. gewärmt und Schnaps gesoffen (Spiegel 9, 1977, 44); *jmdm. geht der A. auf/mit Grundeis (derb; jmd. hat große Angst; Grundeis ist die unterste Eisschicht auf dem Boden von Gewässern, die bei Tauwetter polternd losbricht; jmdm., der große Angst hat, rumort es in den Eingeweiden wie in einem Fluss, der mit Grundeis geht); den A. offen haben (derb; nicht recht bei Verstand sein; drückt Kritik an jmds. Verhalten aus): machte er eine Handbewegung, dass ihr Brot vom Tisch gefegt wurde. Sie stand auf und sagte: Du hast wohl den A. offen (M. Walser, Seelenarbeit 276); den A. zukneifen (derb; sterben): wenn ich morgen den A. zukneife, alles verklitschen (Spiegel 52, 1987, 172); sich <Dativ> den A. abfrieren (derb; sehr frieren): dass ... „200 Menschen sich bibbernd den A. abfrieren ...“ (Spiegel 48, 1990, 41); einen kalten A. kriegen (derb; sterben); einen kalten A. haben (derb; tot, gestorben sein): als wir ihn ... hinauftrugen, hatte er schon 'nen kalten A. (Fr. Wolf, Menetekel 319); sich <Dativ> den A. aufreißen (derb; sich sehr anstrengen): Ich musste mir den A. aufreißen, um an diese Männer ranzukommen (Denneny [Übers.], Lovers 147); jmdm. den A. aufreißen (derb; jmdn. hart herannehmen, drillen): Dir werde ich den A. aufreißen, du ... Dreckskerl (Simmel, Stoff 267); jmdn. am A. haben (derb; jmdn. zu etw. weniger Angenehmem heranziehen); am A. der Welt (derb; am Ende der Welt, sehr abgelegen): der Ort liegt, er wohnt am A. der Welt; leck mich am A.! (derb; lass mich in Ruhe!); sich <Dativ> etw. am A. abfingern können (derb; sich etw. denken können); sich auf den A. setzen (derb; 1. fleißig lernen, arbeiten. 2. aufs Gesäß fallen. 3. völlig überrascht sein); jmdm. in den A. kriechen (derb; sich in würdeloser Form unterwürfig-schmeichlerisch einem anderen gegenüber zeigen); sich in den A. beißen [können] (derb; sich sehr ärgern): Wenn ich daran denke ... könnt ich mich in den A. beißen (Spiegel 41, 1976, 72); ich würde mir lieber in den A. beißen, als ihm Recht zu geben (Rocco [Übers.], Schweine 46); in den A. gehen (derb; danebengehen, misslingen): die Sache ist in den A. gegangen; im/am A. sein (derb; verdorben, zerstört, vernichtet sein): das Auto ist im A. 2. (Schimpfwort) Trottel, Dummkopf: Ein Feldwebel kam und sagte: Kommt mit, ihr Ärsche! (Kant, Aufenthalt 12); dieser A. hat mir alles verdorben; Komm heran, du feiger A. mit Ohren! (Remarque, Obelisk 329); warste als A. hingestellt, weil du eben neu angefangen hattest (Spiegel 21, 1980, 93).

Universal-Lexikon. 2012.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Arsch — (derb für:) »Gesäß«: Das altgerm. Wort mhd., ahd. ars, niederl. aars, engl. arse, schwed. ars beruht mit verwandten Wörtern in anderen idg. Sprachen auf idg. *orso s »Hinterer« (eigentlich wohl »Erhebung, hervorragender Körperteil«), vgl. z. B.… …   Das Herkunftswörterbuch

  • Arsch — Sm std. vulg. (11. Jh., in Komposita 8. Jh.), mhd. ars, ahd. ars( belli), as. ars( belli) Stammwort. Aus g. * arsa m. Arsch , auch in anord. ars und mit tabuisierender Metathese rass, ae. ears; dieses aus ig. * orso m. Hinterteil , auch in heth.… …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • Arsch — steht für: eine Vulgärbezeichnung für das Gesäß ein Schimpfwort, siehe dazu Arschloch ein Kartenspiel, siehe Arschloch (Kartenspiel) Siehe auch …   Deutsch Wikipedia

  • Arsch — Arsch, (muham. Rel.), Thron Gottes, Symbol der Majestät u. Herrlichkeit, ruht auf Wasser, u. wird von 8000 Säulen getragen, zu ihm führen 300,000 Stufen, deren jede von der Höhe einer Jahresreise, geziert u. mit Engeln umgeben ist. Auf A. ist… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Arsch — 1. An satten Eeers kan föl bitheenk. (Nordfries.) – Firmenich, III, 6. Ein sitzender Arsch kann viel erdenken. 2. Auf einen filzigen Arsch kommt keine weite Büxen. Holl.: Over eenen naauwen aars komt niets ruims. (Harrebomée, I, 8.) 3. Aus dem… …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon

  • Arsch — Umgangssprache und Mundarten gebrauchen das derb anstößige Wort Arsch in zahlreichen Wendungen. Das berühmte Kraftwort Er kann mich am Arsch lecken gehört eigentlich in die Nähe verwandter Wortprägungen, wie ›Staub , Fuß , Speichel Lecken‹, denn… …   Das Wörterbuch der Idiome

  • Arsch — Arschm 1.Gesäß.Fußtaufgriech»orsos=Steißbein«.SeitdemfrühenMittelalter. 2.Mann(abf).19.Jh. 3.Rekrut,Soldat.⇨Schütze.BSD1960ff. 4.Liebediener.Verkürztaus⇨Arschkriecher.BSD1960ff. 5.EndeeinermarschierendenKolonne.Sold1914ff.… …   Wörterbuch der deutschen Umgangssprache

  • Arsch — Ạrsch der; (e)s, Är·sche; vulg; 1 ≈ Gesäß, Hintern || K : Arschbacke 2 verwendet als Schimpfwort für jemanden, über den man sich ärgert || ID meist Leck mich doch am Arsch! vulg; lass mich in Ruhe!; etwas ist im Arsch gespr! etwas ist kaputt;… …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • Arsch — Gesäß, Steiß; (ugs.): Hinterer, Hintern, Hinterpartie, Hinterseite, Hinterster, Hinterteil, Hinterviertel; (salopp): Hinterkastell, Kiste; (fam.): Po, Podex, Popo; (scherzh.): Kehrseite; (ugs. scherzh.): Gegenteil, Hintergestell, Sitzfläche;… …   Das Wörterbuch der Synonyme

  • Arsch — (ahd. Hintern, Gesäß) wie in anderen Dialekten auch fehlt dieses Wort nicht im Berliner Schimpfwortschatz. Es ist äußerst produktiv und in zahlreichen Komposita zu finden. Arschgeige bezeichnet eine persona non grata, Arschficker ist aggressiv… …   Berlinerische Deutsch Wörterbuch